Drei Pirateninseln, mutige Crews und ein Wettkampf um Ruhm und Ehre: beim diesjährigen Pfingstlager der Region Fichtelgebirge verwandelte sich der Zeltplatz in der Nähe der tschechischen Grenze vom 22. bis 26. Mai 2026 in eine Welt der Piraterie.
Knapp 70 Pfadfinder*innen meisterten am Freitag zunächst Anreise und Aufbau ihrer Zelte, bevor die Lagerleitung mit einem kleinen Anspiel das große Treffen des Piratenkomitees eröffnete. Die Teilnehmenden wurden in drei Piratencrews eingeteilt, die in den kommenden Tagen gegeneinander antreten sollten. Jede Insel brachte ihre eigenen Stärken mit – Mut, Strategie oder Kreativität. Während abends am Lagerfeuer die ersten Lieder erklangen, legte sich ein Gefühl von Vorfreude auf den anstehenden Wettkampf über den Lagerplatz.
Am Samstag wurde es dann ernst: Bei einem großen Postenlauf konnten die Teams in unterschiedlichsten Workshops Punkte sammeln. Ob beim Bogenschießen, Hindernisparcours, Singen oder Backen über dem Feuer: überall waren Teamgeist, Kreativität und Geschick gefragt. Am Nachmittag wurden aus Planen, Seilen und Zeltmaterial beeindruckende Piratenschiffe gebaut. Dazu entstanden Flaggen, die stolz die Teillager repräsentierten. In einer anschließenden Olympiade lieferten sich die Crews spannende Duelle und kämpften um weitere Punkte. Der Abend klang mit zwei Knappenaufnahmen aus, bei denen zwei Pfadfinderinnen der Region für ihre herausragende Stammesarbeit gewürdigt wurden.

Der Sonntag begann mit einer kurzen Andacht anlässlich des Pfingstfestes, bevor sich die Teams für das große Geländespiel vorbereiteten. Mit den zuvor erspielten Punkten konnten Materialien und Ressourcen hierfür eingekauft werden. Danach ging es in den Wald, wo jede Crew ihren eigenen Unterstand für die Nacht errichtete. Später mussten Rätsel gelöst werden, um gegnerischen Teams wichtige Ressourcen zu stehlen und sich Vorteile für den bevorstehenden Endkampf zu sichern. Die Nacht unter Baumkronen und dem klaren Sternenhimmel machte das Abenteuer perfekt.

Am Montag kam es schließlich zur entscheidenden Schatzjagd: Verstecktes Piratengold musste gefunden, verteidigt und den gegnerischen Crews abgenommen werden. Mit selbstgebauten Schwertern lieferten sich die Teams spannende Kämpfe und sammelten Goldstücke für den Sieg, die Ressourcen vom Vortag lieferten dabei wichtige Zeitvorteile. Nach dem aufregenden Vormittag stand der Nachmittag dann ganz im Zeichen der Entspannung: Yoga, Gesichtsmasken und Traumreisen luden dazu ein, in ferne Welten abzutauchen.
Beim Bunten Abend wurde schließlich noch einmal gemeinsam gefeiert. Die verschiedenen Stämme traten beim traditionellen Singewettstreit gegeneinander an und versuchten, den begehrten Liederwimpel zu gewinnen. Bayreuth verteidigte dabei knapp seinen Titel aus dem Vorjahr. Kleine Theaterstücke und kreative Beiträge der Stämme sorgten zusätzlich für viele Lacher und gute Stimmung. Über den Titel als beste Pirateninsel durfte sich das Teillager „Curacao“ mit Sippen der Stämme Rehau und Hof freuen. Doch auch ohne diesen Sieg nahmen alle etwas Wertvolles mit nach Hause: unvergessliche Erlebnisse, neue Freundschaften und vielleicht auch ein bisschen Piratenzauber.




