In Erinnerung an Beate „Bäte“ Zischka

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Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein

Gen 12,2

Beate „Bäte“ Zischka hat uns am 28. September kurz vor ihrem 70. Geburtstag verlassen. Bäte leitete als Jugendliche und junge Frau in der Siedlung Zugvögel in ihrer Heimat Rehau und im Stamm Markgraf-Georg in Wüstenselbitz mehrere Mädchensippen zu einer Zeit, in der es noch nicht üblich war, dass Mädchen in den Stämmen Mitglieder wurden und trug damit wesentlich zum Aufbau der Stämme bei.

Von 1972-78 war sie Regionsvorsitzende der Region Fichtelgebirge und später Kassiererin im Rechtsträger des VCP Bayern. Ihr großes Anliegen waren internationale Begegnungen, so war sie von 1975 bis 2015 in verschiedenen Funktionen auf allen Weltpfadfindertreffen präsent. Der 1991 von ihr geführteTrupp Bayern/Pfalz zum Jamboree nach Korea wurde legendär und die meisten fühlten sich mit ihr bis zum Schluss intensiv verbunden. Sie war als Steuerberaterin nicht nur eine große Stütze bei der Gründung der Stiftungen in Land und Bund, sondern sie war auch Kuratoriumsmitglied unserer Evangelischen Stiftung Pfadfinden und zudem in der Europa- und in der Weltstiftung gern gesehenes Mitglied.Darüber hinaus war sie eine eifrige Sammlerin vieler Schätze und hinterlässt dem VCP Bayern über 22.000 pfadfinderische Artefakte, die sie von ihren zahlreichen Reisen mitbrachte. DieBegegnungen auf ihren Reisen vernetzten sie weltweit.

In internationalen Sammlervereinigungen kannte man „Bäte from Germany“ und es war manchmal schwierig einen Termin mit ihr zu finden, da sie oft zu Sammlertreffen im Ausland weilte. Ihr Engagement bei den Pfadfindern war grenzenlos und durchzog ihr ganzes Leben. Sie war gesegnet mit einem tiefen Glauben, den sie vor allem in der Gemeinschaft der Kreuzpfadfinder ausleben konnte, wobei sie niemals jemandem ihre christliche Überzeugung aufdrängte. Wenn sie gefragt wurde, hatte sie in jeder Hinsicht wohlüberlegte Antworten, die weit überGlaubensfragen hinausgingen.Für mich und viele andere wurde sie so von der Ansprechpartnerin zur guten Freundin. Ihr lebenslanges Pfadfinden wurde für viele zum Segen.

Durch ihr Tun hat sie – im Wortsinn –„das Zeitliche gesegnet“.

Susi Brenninger

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