Interview mit unserem Regionsvorsitz

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Neues von den Fichtels – Innerhalb eines Stammes gibt es als Leitung immer einen Stammmesvorsitz. Aber wie sieht das eigentlich auf Regionsebene aus? Hier gibt es unser Dreier-Team bestehend aus Victoria Huttner, Marie Geuß und Christian Knevelkamp die zusammen den Laden schmeißen. Im folgenden habt ihr die Möglichkeit unseren Regionsvorsitz ein bisschen besser kennenzulernen.

Viel Spaß beim Lesen!

Könntet ihr euch – für einen kurzen Überblick – einzeln kurz vorstellen:

Ich bin Marie, 22 Jahre alt und vom Stamm Markomannen Weiden. Aktuell studiere ich Sozialökonomik in Nürnberg, wo ich derzeit auch wohne [Marie]

Ich bin Vici, bin 24 Jahre alt und komme aus dem Stamm Dietrich Bonhoeffer in Bayreuth. Ich studiere derzeit im Master Erziehungs- und Bildungswissenschaften und bin schon seit über 3 Jahren Regionsvorsitzende im Fichtelgebirge. [Vici]

Klar mein Name ist Christian „Chris“ Knevelkamp, ich bin 27 Jahre alt, mein Heimatstamm ist Heinrich von Plauen aus Hof und ich arbeite momentan als Entwicklungsingenieur für Eisenbahntechnik bei einem Technologiekonzern im Hofer Land. [Chris]

Wie lang seid ihr schon bei den Pfadfindern?

Puh sehr schwierige Frage tatsächlich: Angemeldet bin ich offiziell seit 2012. Bei den Pfadfis bin ich aber quasi schon seit ich sehr klein bin. Mein Papa und ein großer Teil meiner Familie ist bei den Pfadfindern. Auf meinem ersten Pfadilager war ich tatsächlich schon 2006 – das Bundeslager in Großzerlangen! [Marie]

Ich bin seit 2005 bei den Pfadfindern, also schon seit knapp 17 Jahren. Ich hab also schon viel erlebt. [Vici]

Das ist eine sehr gute Frage, bei der jetzt genau unterschieden werden muss ^^:

  • Ich bin seit Herbst 2013 (also werden das dieses Jahr schon neun Jahre) bei den Pfadfindern
  • In der Region bin ich seit Beginn meines Studiums im Jahr 2016 (also immerhin schon sechs Jahre)
  • Im Stamm Heinrich von Plauen Hof bin ich seit 2019 (also erst drei Jahre) [Chris]

Was war euer schönstes Pfadi-Erlebnis?

Da gibt es natürlich eine Menge. Meine Highlight-Veranstaltung für mich persönlich war auf jeden Fall das World Scout Jamboree 2015 in Japan. Meine Highlight-Erfahrung war aber tatsächlich meine erste Meute, die Pinguine, welche mir dienstags oft (nicht immer!) ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert haben. [Marie]

Am meisten gefallen hat mir die Regionsfahrt nach England damals 2011. Wir haben dort das national Jamboree „Charnwood“ (sowas wie das Bundeslager bei uns) besucht und hatten eine englische Pfadfindergruppe als Partnergruppe mit denen wir viel Spaß hatten. Wir waren auch im Gillwell-Park und gemeinsam in London. Das war wirklich toll. [Vici]

Das ist ja schon fast eine fiese Frage, weil ja eigentlich alle Erlebnisse bei den Pfadfindern schön und einzigartig sind 😛

Aber müsste ich eine Auswahl treffen, würde ich die Großfahrt nach Schottland im Jahr 2018 nennen, bei der ich als Gast der Schwabacher Pfadfinder u.a. Edinburgh, Stonehaven und die Highlands im Cairngorms-Nationalpark bereisen dürfte. [Chris]

Was macht ihr neben eurem Amt als Regionsvorsitz noch beim VCP?

Aktuell bin ich Kursleitung und Teamerin für den Landeskurs LuF Pfingsten, Mitglied im AK Schulung, Moderatorin des jugendpolitischen Podcasts des VCP Bayern – die Elefantenrunde, Unit-Leitung für eine bayrische Unit am Jamboree 2023 und nebenbei gestalte ich beim Instagram-Account des VCP Bayern mit. [Marie]

Ich bin viel im Bereich Schulung unterwegs. Das bedeutet ich bin Teamerin auf unseren LuF-  Kursen, also unseren Gruppenleiterkursen, und arbeite im AK Schulung auf VCP Bayern Ebene mit. Außerdem arbeite ich derzeit als Projektreferentin für das Projekt „pfadigital“ für den VCP und entwickle digitale Bildungsangebote. [Vici]

Zurzeit vertrete ich unsere Region noch als Mitglied im e.V. des Landes Bayern. Nächstes Jahr fahre ich als Unitleitung auf das Jamboree (Weltpfadfindertreffen) nach Südkorea. Darüber hinaus bin ich Teamer auf diversen Landesschulungen. Ansonsten bin ich zurzeit Meutenleiter bei der Meute Löwe im VCP Hof und helfe im Stamm auch sonst bei verschiedenen großen und kleinen Dingen aus. [Chris]

Was sind eure Aufgaben als Regionsvorsitz genau?

Unsere Aufgaben haben wir gut aufgeteilt. Meine Schwerpunkte sind vor allem die Planung und Durchführung und Nachbereitung des Regionsrates, sowie die Betreuung der Regionsversammlung, des WiWöLas, des Mitarbeitendenfestes und des Friedenslichts. Für manche Berichte, die wir so abgeben müssen haue ich ein paar schöne Worte in die Tasten.

Neben unserer Aufteilung arbeiten wir aber auch sehr eng zusammen und kümmern uns zusammen um die Stammesbetreuung und klären große Entscheidungen gemeinsam. Am Landesrat und am Regionsrat nehmen wir auch zusammen teil. [Marie]

Im Prinzip arbeiten wir auf drei Ebenen:

  • Für Stämme sind wir Ansprechpartner und Hilfe, wenn nötig. Wir versuchen die Stämme zu unterstützen wo wir können und bei Fragen zur Seite zu stehen
  • Auf Regionsebene sind wir für die Organisation eigentlich aller Aktionen und Lager der Region mit verantwortlich. Wir unterstützen zum Beispiel die Pfila-Leitung, wir organisieren die Regionsräte oder helfen in der Vorbereitung der Regionsversammlung. Im Prinzip ist der Regionsvorsitz dafür zuständig ein Auge darauf zu haben, dass alles in der Region läuft und bei Bedarf zu unterstützen, damit wir coole gemeinsame Regionslager oder Aktionen haben.
  • Wir vertreten die Region in den Landesverband Bayern und fahren zum Beispiel auf Landesräte oder die Landesversammlung. Dort gestalten wir auch die Arbeit auf Landesebene (also bayernweit) mit und setzen uns dort für die Bedürfnisse unserer Region ein. [Vici]

Ich bin als Kassier für sämtliche Angelegenheiten rund um das Thema Finanzen, Kasse und Zuschüsse zuständig. Darüber hinaus halte ich den Kontakt zur IAG (unserer Inter-Arbeits-Gemeinschaft) und fungiere als Ansprechpartner für unsere Pfingstlagerleitungen. [Chris]

Wo seht ihr die größten Schwierigkeiten in der Region?

Ich persönlich sehe die gemeinsame Arbeit nach Corona sehr kritisch. Durch die Pandemie mussten die Stämme alle selbst wieder ihren Rhythmus finden, was alles andere als leicht war/ist. Klar ist, dass da auch mal Regionsaktionen hinten runterfallen. Auch haben wir in den letzten Jahren sehr viele Mitarbeitende verloren, was für die Region sehr problematisch sein kann.
Allerdings glaube ich auch, dass das alles keine unüberwindbaren Schwierigkeiten sind und wir das in Zukunft als Fichtels auf jeden Fall meistern können. [Marie]

Corona ist momentan das schwierigste an dem die Region zu knabbern hat. Es sind wegen Corona in den letzten zwei Jahren viele Regionsaktionen ausgefallen, was super schade ist. Auch hat sich der Leiter*innenmangel in den Stämmen verstärkt und die Stämme wieder stark zu machen ist jetzt besonders wichtig. Denn ohne die Stämme gibt es keine Region [Vici]

Ufff…naja Schwierigkeiten gibt es überall…ich würde behaupten das Thema Corona hat uns insgesamt schwer zugesetzt und damit einhergehend ist die Motivation gerade die größte Schwierigkeit.

Viele wenden sich natürlich frustriert von der Pfadfinderarbeit ab, wenn sie sich jede Woche aufs Neue mit neuen Coronaregeln beschäftigen müssen und auch fehlen dann am Ende die Kinder, wenn Gruppenstunden ausfallen oder kurzfristig doch stattfinden können.

Langfristig schrumpft damit die Region und die Pfadfinderarbeit vor Ort… [Chris]

Was ist eurer Wanderempfehlung für die Region Fichtelgebirge?

Das fragst du den Gemeindehauspfadfinder schlechthin. Aber wenn ich meine vergangenen Wanderrouten so angucke, kann ich ganz klassisch den Vier-Quellen-Hajk empfehlen. [Marie]

Ich mag total die Wanderung vom Fichtelsee bis zum Nußhardt hoch. Von dort hat man eine tolle Aussicht. [Vici]

Also eigentlich müsste jetzt sofort als Empfehlung der Vierquellenhaik kommen 😉 und sind wir mal ehrlich: das ist auch echt ein richtig schöner weg zum Wandern. Allerdings hat es mir in letzter Zeit auch die Kösseine angetan. Ein wunderschöner Gipfel zwischen Marktredwitz und Bayreuth mit einer phänomenalen Aussicht auf das Fichtelgebirge (es fiel mir auch richtig schwer wieder herabzusteigen, weil es so schön war). [Chris]

Was ist eurer Lieblingsessen?

Pfannkuchen. Dafür habe ich sogar eine extra Pfanne. [Marie]

Eindeutig Gemüse-Lasagne. [Vici]

Bei den Pfadfindern ganz klar Käsespätzle das füllt immer den Magen. Privat könnte ich mich den ganzen Tag nur von Pizza ernähren da geht einfach nichts drüber 😀[Chris]

Wenn ihr eine Sache auf der Welt verändern dürftet: Was wäre das?

Um möglichst viel anzupacken: Soziale Ungleichheit. Ich wünsche mir, dass Armut nicht mehr existiert und alle Menschen egal welcher Herkunft, welchen Geschlechts, welcher Religion und welcher sexuellen Orientierung die gleichen Chancen im Leben und im Beruf haben und ein menschenwürdiges Leben führen können. [Marie]

Ich würde den Klimawandel stoppen wollen. [Vici]

Ich würde dafür sorgen, dass es keinen Krieg mehr gibt und die Leute einfach mal mehr miteinander reden, anstatt nur Dinge mit Gewalt erreichen zu wollen. [Chris]

Wo seht ihr euch, auf das Pfadfinden bezogen, in 5 Jahren?

2027 – das ist ne ganz schöne Zahl! Ich sehe mich definitiv mit weniger Aufgaben, aber dafür vielleicht wieder mit den schönsten Basics: Gruppenstunden gestalten, Lager planen und die neuen engagierten Leiter mit Erfahrung unterstützen. Ich hoffe, dass ich in 5 Jahren noch lerne, nicht regelmäßig meine Hausschuhe oder meine Regenjacke zu vergessen. [Marie]

Ich denke im Bereich Schulung werde ich immer noch aktiv sein und vielleicht einen LuF-Lurs teamen. Das macht mir einfach super viel Spaß [Vici]

Schwierige Frage…ich denke es kann da in zwei Richtungen laufen:

  1. Ich ziehe mich insgesamt aus dem Hobby Pfadfinder langsam aber sicher raus und habe lediglich meine Tätigkeit als Teamer (immerhin gilt ja das Prinzip „Jugend führt Jugend“)
  2. Ich arbeite auf noch höherer Ebene, sprich ich bin stärker im Land oder vielleicht sogar auf Bundesebene aktiv und versuche mich da noch bei Dingen einzubringen, auf die ich Lust habe [Chris]

Was war euer Traumberuf als Kind?


Mein Traumberuf war es immer schon Schauspielerin oder Musikerin zu werden. Beides sind inzwischen einfach ein liebgewonnenes Hobby. [Marie]

Lehrerin zu werden. [Vici]

Puuh der hat sich alle paar Wochen geändert also schwierig 😀 generell haben mich da immer die klassischen „Jungs-Themen“ also Polizist, Feuerwehrmann oder Bauarbeiter gereizt. Dann später fand ich Medizin ganz interessant. [Chris]

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