Jungpfadfinder und Pfadfinder

jungpfadfinder3Ist man der Kinderstufe entwachsen oder hat man als Neuling bereits ein gewisses Alter erreicht, dann hat man die Möglichkeit Jungpfadfinder zu werden.

Die kleine Gruppe bei uns Pfadfindern heißt sie „Sippe“, hat eine Größe von 5 bis 12 Jungen und/oder Mädchen und dazu einen ausgebildeten Gruppenleiter, der i. d. R. nicht sehr viel älter ist als die Gruppenmitglieder. Jungpfadfinder sein heißt, das große Abenteuer hautnah erleben. Ab einem Alter von 11 Jahren zählt man bei uns schon zu den „Großen“. Unsere Jungpfadfinder tragen ein blaues Halstuch mit einem hellgrünen Rand zur Pfadfinderkluft. Bei den etwas älteren Pfadfindern ist dieser Rand dunkelgrün. Dieses Halstuch erhalten sie bei der Aufnahme nachdem das Pfadfinderversprechen abgelegt wurde. In den wöchentlichen Sippenstunden bekommt man alles vermittelt, was man zum Leben in der freien Natur braucht. Knoten, Zeltbau, Umgang mit Karte und Kompass, Feuertechnik, Nachrichtenübermittlung, Kochen, Holzbearbeitung, Pflanzenkunde,…

Alle erlernten Fähigkeiten werden natürlich auch praktisch angewandt und auf diversen Geländespielen, Postenläufen, Lagern, Wanderungen (sog. Hikes) und auch sonst bei vielen Gelegenheiten erprobt. Jungpfadfinder sind einfach Alleskönner und die ganze Sippe ist eine feste und eingeschworene Gemeinschaft. Natürlich ist man in den Sippenstunden auch handwerklich tätig, baut Sachen aus verschiedenen Werkstoffen, wie Holz oder Metall, säubert Wälder, geht ins Kino oder ins Freibad und besucht Freunde in den anderen Sippen. Die Sippe entscheidet was sie tun will und stellt gemeinsam mit dem Sippenführer das Sippenprogramm auf.

Die Welt liegt ihnen zu Füßen. Fahrten und Lager werden regelmäßig durchgeführt. Mehrere Sippen zusammen fahren auch schon einmal ins Ausland und lernen andere Kulturen und Bräuche kennen.

Im Stamm sind Jungpfadfinder sehr wichtig, denn sie übernehmen schon eigenverantwortlich kleinere und auch größere Aufgaben und tragen so zum Fortbestand der Gemeinschaft bei.

Auch in der Sippe selbst gibt es viele Dinge, die organisiert werden möchten und die der Gruppenleiter allein nicht immer schaffen kann. Für die Verwaltung und Pflege des Sippenmaterials (Zelte, Seile, Werkzeug, etc.) muss ebenso gesorgt werden, wie für die Abrechnung der Sippenkasse und auch Köche werden auf Lagern immer gebraucht.

pfadfinderinnen

Ab einem Alter von 14 Jahren wird man bei uns in der Region Fichtelgebirge schließlich  Pfadfinder und man bekommt ein neues Halstuch verliehen. Dinge, die man in den letzten Jahren in der Gruppe gelernt hat werden noch vertieft und durch Kurse vervollständigt. Der Pfadfinder hat nun auch die Möglichkeit selbst ein Sippenführer zu werden und sein Wissen an Jüngere weiterzugeben.

Ein Pfadfinder ist zu diesem Zeitpunkt bereits für den Stamm unersetzlich geworden, denn ohne die Mithilfe und den Einsatz aller seiner Mitglieder kann ein Stamm nicht lange bestehen. Besonders engagierte Pfadfinder werden von der Stammes- oder Regionsführung zu Knappen aufgenommen.