Ungeschrieben: Zehn Tage voller Pfadigeschichten

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Vom 30. Juli bis zum 08. August 2026 fand in Almke bei Wolfsburg das VCP-Bundeslager unter dem Motto „Ungeschrieben – Geschichte wird, was du draus machst!“ statt. Unter den etwa 5200 Pfadis aus ganz Deutschland und internationalen Gästen waren auch wir Fichtels mit ca. 50 Personen stark vertreten.

Auf dem Bundeslager wurden die Teilnehmenden selbst zu Bibliothekar*innen und Schriftsteller*innen. Doch hier war längst nicht alles so frei, wie es sein sollte: Strenge Regeln und Vorgaben bestimmten, welche Geschichten veröffentlicht werden durften. Gemeinsam galt es daher, diese Grenzen zu hinterfragen, neue Geschichten zu schreiben und die Welt der Bücher so ein Stück bunter und lebendiger werden zu lassen.
Der gesamte Lagerplatz wurde zu einer riesigen Geschichtenwelt, in der die verschiedenen Teillager für unterschiedliche Genres standen: So gab es das Teillager Lach- und Sachgeschichten, Mitternachtsflügel, Es war einmal, das Dock, Unzensiert, Myralon, Mystery, Immerwahr, das Familienteillager Kaboom und das bayrische Teillager Lokalkrimi, in dem der Großteil der Fichtels seine Zelte aufschlug.

Wer das Lokalkrimi-Teillager Niederkaltenhausen betrat, fand sich mitten in einem kleinen, lebendigen Dorf wieder. Rund um den Dorfplatz herrschte reges Treiben und sogar eine eigene Polizeistation durfte natürlich nicht fehlen. Normalerweise hatte die Bulazei eher mit kleineren Fällen zu tun. Doch ausgerechnet während des Bundeslagers wurde die Statue der Bavaria gestohlen. Und so wurde es die Aufgabe der Dorfbewohner*innen, Hinweise zu verfolgen und dabei zu helfen, die verschwundene Bavaria wiederzufinden.
Dafür maßen sich die verschiedenen Kochgruppen täglich in unterschiedlichen Challenges miteinander – Bei der Hinweissuche um den Kriminalfall konnten sie wichtige Punkte sammeln und sich so dem Sieg ihrer Kochgruppe nähern.

Und auch sonst war der Lageralltag gefüllt mit zahlreichen Workshops und Aktionen, einem großen Geländespiel, gemeinsamem Kochen, unzähligen Besuchen im benachbarten Freibad von Almke, sowie Singeabende und -wettbewerbe.
Zwischen all diesen Programmpunkten blieb aber auch genügend Zeit, einfach das Lagerleben zu genießen, durch die große Stadt aus Zelten zu schlendern, andere Teillager zu entdecken und sich durch die vielfältige Auswahl an Cafes zu probieren.

Nach zehn ereignisreichen Tagen hieß es schließlich Abschied nehmen. Das Bundeslager war ein unvergessliches Abenteuer, bei dem wir viele neue Erfahrungen sammeln, neue Freundschaften schließen und einmal mehr erleben durften, wie viel Gemeinschaft und Zusammenhalt unter den Pfadis herrscht.
Und so hat jeder neben der Bundeslagergeschichte sicherlich auch seine ganz eigene Geschichte geschrieben.

Bericht: Johanna Kuhn

Bilder: Johanna Kuhn und Tom Schwarz

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