Dänemark 2015 – Irgendwie anders

Tobias Fahrtenberichte, International Leave a Comment

Lass uns hier raus: Hinter Hamburg, Berlin oder Köln hört der Regen auf Straßen zu füllen, hör’n wir endlich mal wieder das Meer und die Wellen. Lass und gehen, lass uns gehen, lass uns gehen“ (Revolverheld, Lass uns gehen)

04-DSC_0204Unter diesem Motto starteten 16 Weidener Pfadfinderinnen und Pfadfinder vom Stamm Markomannen Weiden (VCP) am 06 August 2015 Richtung Norden. Und irgendwie anders, so sollte dieses Lager werden. Nach gemütlichen Stunden in vielen Bummelzügen und einer Übernachtung in den Räumlichkeiten eines befreundeten Stammes aus Kiel gings am nächsten Tag weiter nach Dänemark, auf die Insel Als. Hier verbrachten wir dann gemeinsamen mit den Kielern zehn unvergessliche Tage auf dem Zeltplatz Troldhoj direkt an der Ostsee.

Unser typisches Lagerleben mit Lagerbauten, gemeinsamen Spielen, einem Geländespiel (bei dem wir als Siedler von Als Straßen, Häuser und Dörfer errichteten) und einem Stadtspiel in der nächstgrößeren Stadt Sonderborg ergänzten wir durch Ausflüge in die nähere Umgebung. So besuchten wir das Dörfchen Fynshav und plünderten dort den örtlichen Supermarkt (Essen in Deutschland ist echt billig). Anderntags fuhren wir mit der Fähre auf die Insel Fyn und verlebten in unglaublich schöner Umgebung einen Nachmittag.

10-DSC_0622Was wäre ein Pfadfinder, der nicht wandert: Also entschlossen wir uns zu einer Zwei-Tages-
Wanderung und teilten uns in zwei Gruppen auf. Die jüngeren Pfadfinderinnen und Pfadfinder erkundeten mit Kathi den Innenbereich der Insel, übernachteten am Meer und wanderten dann zurück. Die Älteren wanderten den Gendarmenpfad und waren nach über 50 Kilometern am ersten und nochmal ca. 20 Kilometern am zweiten Tag mehr als glücklich, wieder am Lagerplatz zu sein.

Wie das oft so ist, mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Wir waren da, die alte Jurte war bei einem Gewitter kaputt gegangen.

03-thumb_DSC_0205_1024Ein besonderes Highlight der Fahrt war der Besuch im Freizeitpark Danfoss, wo uns die Naturwissenschaften spielerisch näher gebracht werden: Ein 4-D-Kino, Segway-Fahrten, Baggern und eine Halle mit Geysir- und Vulkannachbildungen, echten Blitzen und einem Gletscher, um nur ein paar der unzähligen Höhepunkte zu nennen – zurück wollte niemand so richtig.

Aber natürlich kam auch die Gemütlichkeit und Entspannung nicht zu kurz: Planschen in der 18°C warmen Ostsee -einmal sogar mit einem Schweinswal, der bis auf 30 Meter an uns herankam, gemeinsame Singe-Runden am Lagerfeuer und am Strand (der atemberaubende Sternenhimmel lud zum Träumen ein) oder einfach nur mal Chillen: für jeden war was dabei.

06-DSC_0412Am letzten Abend nahmen wir am Meer Jakob als Jungpfadfinder und Simon, Marina und Philipp als Pfadfinder/in auf und feierten dies dann mit Kieler Tschai den Bunten Abend. Diese Aufnahmen werden wohl allen Beteiligten für immer in Erinnerung bleiben.

Am nächsten Tag fuhren wir dann zurück nach Kiel, gingen zum Duschen ins ungeheizte Freibad – es war soooo kalt! Und dann war es soweit: Wir mussten wieder gen Süden. Also machten wir uns auf, verließen den hohen Norden und fuhren mit Bummelzügen nach Hof, wo wir dann Nachts von Dzeng, Svetlana, Ulla, Michl und Gudrun abgeholt wurden. Ansonsten hätten wir noch dreieinhalb Stunden weitere Fahrt vor uns gehabt. Herzlichen Dank dafür!

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Wir blicken zurück auf eine großartige und unvergessliche Fahrt. Für 10 Tage fühlte sich der Norden fast wie unsere Heimat an (naja, bis auf die Lakritze – mit der Lieblingssüßigkeit der Nordlichter konnten wir uns auch nicht unter Zwang nicht anfreunden). Wir freuen uns auf das nächste Mal.

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Zwischen den Zeilen hab ich gelesen, dass wir beide weg von hier wollen. Wir stecken hier fest, verschüttet im Regen und träumen vom Sommer mit Dänen. (Revolverheld, Lass uns gehen)

Alisa, Anna und Sebi

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